Schwere Vorwürfe gegen Lalona Air

Die Beschäftigten von Lalona Air kritisieren das Start-up scharf: Sie sollen keine Bezahlung erhalten haben, die GmbH sei nie angemeldet worden und gegen den Gründer sollen Klagen vorliegen. Ein wichtiger Partner ist abgesprungen.

Das Düsseldorfer Start-up Lalona Air wollte eigentlich ab 2022 Business-Flüge anbieten, jetzt erheben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwere Vorwürfe, berichtet Aviation.direct mit Berufung auf CH-Aviation. Was ist da los? 

In wenigen Tagen sollte der Ticketverkauf von Lalona Air starten. Kurz vorher erheben nun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Start-ups schwere Vorwürfe. Ihnen sei kein Gehalt ausgezahlt worden sein, nur manche von ihnen hätten etwas Bargeld erhalten. Es soll keine Anmeldung bei der Sozialversicherung gegeben haben und die Steuer-ID sei erfunden. Dabei hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigenen Angaben zufolge Verträge unterschrieben. Die dazugehörige GmbH aber, so berichtet Aviation.direct sei nie gegründet worden. Angeblich sei der Schwindel aufgeflogen, als der Makler die Schlüssel zum neuen Büro nicht übergeben wollte, weil er weder Kaution noch Miete gesehen hatte, wie ein ehemaliger Mitarbeiter gegenüber Aviation.direct erzählt.

Aber nicht nur die Beschäftigten, auch Partner und Investoren sollen getäuscht worden sein. Das dänische Luftfahrtunternehmen Air Alsie sollte eigentlich Partner der Airline werden, hatte aber seine Verträge mit Lalona Air gekündigt, weil „Lalona Air die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in der nächsten Phase nicht erfüllen konnte“, wie Vorstandsvorsitzender Dennis Rybasch gegenüber dem Branchenportal angibt. Dass die Zusammenarbeit beendet war, erfuhren die Beschäftigten von Lalona Air eher zufällig: „Wir haben gespürt, dass irgendwas nicht stimmt. Alsie hat irgendwann unsere Mails gar nicht mehr beantwortet“, sagt ein Lalona-Mitarbeiter Aviation.direct. „Jetzt ist klar warum. Die haben kein Geld bekommen und die vermeintlichen Bankgarantien, die gezogen werden sollten, waren das Papier, auf dem sie gedruckt waren, nicht wert.“ Das veranlasste die Dänen dazu, die Slots für Lalona Air am Düsseldorfer Flughafen zurückzugeben.

Der Investor Hans Rudolf Wöhrl soll eigentlich in das Start-up investiert haben, auf Nachfrage von CH-Aviation kennt er weder Lalona Air, noch weiß er von der Finanzierung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Start-ups haben auch weitere angebliche Investoren durchtelefoniert, niemand wusste von Lalona Air oder dem Gründer. Gegen den 24-Jährigen sollen nach Informationen des ehemaligen COO Felix Becker mehrere Strafanzeigen vorliegen. Der Gründer selbst äußerte sich nicht zu den Vorwürfen, die Webseite zu der Airline ist aktuell nicht mehr erreichbar. Für eine Anfrage durch Startbase waren Lalona Air und ihr Gründer bisher nicht zu erreichen, es gilt die Unschuldsvermutung.


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