Q.ANT erhält zweistelligen Millionenbetrag

Das Stuttgarter Start-up steigt damit voll in die Entwicklung von Quantenchips ein, schon 2022 soll der erste Prototyp vorliegen. Das Geld stammt vom Mutterunternehmen Trumpf.

Das Start-up Q.Ant steigt in die Entwicklung von Quantenchips ein und erhält dafür von seinem Mutterunternehmen Trumpf einen zweistelligen Millionenbetrag. „Den Entwicklern von Q.ANT ist es gelungen, die optische Welt der Quanten an die elektronische Welt anzubinden“, erklärt Trumpf-CTO Peter Leibinger. „Unser erneutes Investment ist daher der logische nächste Schritt, um den Weg für die Entwicklung und Produktion von Quantencomputer-Chips made in Germany zu ebnen.“

Das Start-up mit Sitz in Stuttgart-Vahingen hat das Photonik-Chip-Verfahren entwickelt, durch das sich spezielle Lichtkanäle auf Silizium-Chips aufbringen lassen. Durch dieses Verfahren sollen sich die heute etablierten elektronischen Großrechner um quantentechnologische Prozessoren erweitern lassen, um ihre Rechenleistung erheblich zu steigern. Das Unternehmen rechnet mit einem erheblich früheren Einzug der Quantentechnologie „in die Rechenzentren dieser Welt“ als erwartet, wie Leibinger sagt. 

Bis Juni 2022 will Q.ant Chip-Komponenten für Quantencomputer entwickeln, kurz darauf soll es den ersten Prototypen geben. „Wir sind derzeit mit strategischen Partnern aus verschiedenen Industrien im Gespräch, um schnellstmöglich Anwendungen in die Praxis umzusetzen“, sagt Michael Förtsch, CEO von Q.ant. Dafür soll auch das Team von heute 20 auf 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis Ende 2022 ansteigen. Die Stuttgarter gründeten sich 2018 aus dem Familienunternehmen Trumpf aus.

Großkonzerne wie Google oder IBM setzen in ihrer Quantenforschung im Gegensatz zu dem Stuttgarter Start-up auf eine andere Technologie, als Nachteil empfindet Q.ant das nicht. „Wir konnten in verschiedenen Testszenarien belegen, dass sich mit unserer Technologie Quantencomputer-Chips in Zukunft auch in gewöhnlichen Rechenzentren einsetzen lassen, weil sie weder eine besonders aufwändige Kühlung noch eine vibrationsfreie Umgebung benötigen“, erklärt Förtsch. Und ergänzt: „Unser Herstellungsverfahren ist im Vergleich zu anderen Quantencomputer-Plattformen einfach“ und sieht darin „einen großen Wettbewerbsvorteil.“ Spätestens in fünf Jahren will Q.ant einen funktionsfähigen Quanten-Chip entwickelt haben, die Produktion soll in Ulm im ebenfalls zu Trumpf gehörenden Unternehmen Trumpf Photonic Components stattfinden.


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